Ablauf & Nachsorge

Eine erfolgreiche Behandlung besteht aus drei Teilen: der Vorbereitung, dem eigentlichen Eingriff und der Nachsorge. Wir begleiten Sie durch alle Schritte.

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Vorbereitung & Beratung

Ausführliche Anamnese und Beurteilung – bei Säuglingen gemeinsam mit der Stillberaterin. Sie erlernen bereits vor dem Eingriff die Mundübungen. Dies hat zwei Effekte. Einerseits kommt es oft durch zweiwöchige Myofunktionsübungen zu einer verbesserten Zungenfunktion, so dass kein Eingriff notwenig wird und andererseits müssen nach einem Eingriff die erlernten Uebungen weitergeführt werden.  So sind Sie und ihr Kind  bereits bestens vertraut mit den Uebungen. 

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Der Eingriff

Bei Säuglingen wird ein Betäubungsgel auf das Zungenband aufgetragen. Das Baby wird behutsam eingewickelt (gepuckt), die Augen mit Laserschutzpads geschützt. Die Trennung dauert zwar nur wenige Sekunden, das Prozedere des Puckens, Augenpads aufkleben, Positionieren und Ajustierung der Position kann 5-15 min in Anspruch nehmen. Manchmal befinden sich die Zungenbänder in der Tiefe und sind nicht immer einfach zugänglich. Dann dauert das Positionieren länger. Im Anschluss wird das Kind sofort gestillt.

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Nachsorge

'Aktives Wundmanagement' verhindert das erneute Zusammenwachsen (Reattachment). Wir zeigen Ihnen genau, wie es geht, besprechen den Ablauf individuell mit Ihnen und stehen bei Fragen zur Verfügung.

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Zwingend erforderlich: Aktives Wundmanagement

Da die Wunde durch die Heilung natürlich quer zusammenwachsen möchte (Reattachment), müssen Eltern täglich mehrfach aktive Dehnübungen durchführen.

Für den Erfolg der Behandlung ist die Nachsorge durch eine erfahrene Stillberaterin IBCLC erforderlich, welche auf Zungenbandtrennungen spezialisiert ist.

Nachsorge

Warum die Nachsorge wichtig ist

Nach der Lasertrennung entsteht eine rautenförmige Wunde am Mundboden. Die Mundschleimhaut heilt sehr schnell – ohne aktives Wundmanagement kann die Wunde wieder zusammenwachsen und die Beschwerden kehren zurück.

Dehnübungen

Täglich mehrfaches Nachdehnen: aktive Dehnübungen und Massagen der Wundfläche. Wie oft und wie lange, besprechen wir individuell mit Ihnen. Sie erlernen die Übungen bereits vor dem Eingriff – so starten Sie sicher und routiniert in die Nachsorge. Wir leiten Sie an und begleiten Sie.

Linderung & Begleitung

  • Muttermilcheis: dünn gefrorene Muttermilch, in Stücke gebrochen, unter die Zunge gelegt – kühlt, lindert und unterstützt die Heilung.
  • Bei stärkeren Schmerzen: Paracetamol-Zäpfchen nach ärztlicher Rücksprache.
  • Viel Haut-zu-Haut-Kontakt und Geduld beim Füttern.

Was in den ersten Tagen normal ist

Vorübergehend können geschwollene Lippen, vermehrtes Sabbern, leichtes Würgen, «Muskelkater» der Zunge (2–3 Tage) oder Mundgeruch auftreten. Ein weisslicher Wundbelag ist normal und kein Zeichen einer Infektion. Bei Unsicherheit melden Sie sich jederzeit bei uns.

Bereit für den ersten Schritt?

Vereinbaren Sie eine Erstberatung. Gemeinsam klären wir, ob und wie eine Behandlung sinnvoll ist.

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