Befreite Zunge,
entspanntes Stillen
Dr. med. Sandra Dübendorfer-Mäder: Kinderärztin mit den längsten Erfahrung in der Schweiz für Zungenband Laserbehandlungen
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Kinderärztin
Dr. med. Sandra Dübendorfer-Mäder
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin (FMH)
Stillberaterin IBCLC Examen 2023 absolviert
Als erste Kinderärztin in der Schweiz hat sich Dr. Dübendorfer-Mäder auf dieses hochspezifische Gebiet – die lasergestützte Zungenbandtrennung – spezialisiert. Mit jahrelanger Erfahrung in der pädiatrischen Praxis und Laktationsmedizin bietet sie die höchste medizinische Kompetenz für die Diagnose und Therapie funktioneller Einschränkungen durch verkürzte Zungenbänder.
Lebenslauf & Erfahrung
- Seit 2017: Mitglied der Geschäftsleitung 'Ärzte am Pflanzberg'
- Seit 2013: Kinderärztin 'Ärzte am Pflanzberg'
- 2009 – 2012: Praxistätigkeit in Kreuzlingen und Steckborn
- 2004 – 2008: Notfall und Poliklinik am Kinderspital Zürich
- 2003: Neugeborenenstation am Universitätsspital Zürich
- 2002: Kinderheilkunde am Ospedale Civico Lugano
- 2001: Pädopathologie am Universitätsspital Zürich
- 2000: Staatsexamen in Zürich
Stillberaterin IBCLC
2001 arbeitete Dr. Dübendorfer als Assistenzärztin in der Pädiatrie in Lugano. Die frischgebackenen Mütter bekamen unterschiedliche Ratschläge zum Stillen von Hebammen, Pflegenden und Ärzten. Am sinnvollsten erschienen die Anweisungen der Stillberaterin IBCLC. IBCLC heisst 'International Board of certified Lactation Consultant'. Die Stillberaterinnen legen eine internationale Prüfung ab und müssen sich alle 5 Jahre rezertifizieren. Somit bleiben sie auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Dr. Dübendorfer absolvierte 2003 das IBCLC Examen.
Weitere Aktivitäten
Es folgte 2003 eine Studienarbeit auf der Neonatologie des Universitätsspitals Zürich: 'Prävalenz des Stillens von Frühgeborenen im Vergleich zu Termingeborenen' für den Pädiater-Kongress 2009. Weitere fachliche Engagements umfassen:
- 2007 – 2009: Vorstand des Europäischen Verbandes für Still- und Laktationsberaterinnen.
- 2005 – 2012: Vorträge über wissenschaftliche Aspekte des Stillens für Ärztekollegen am Kinderspital Zürich und an Stillkongressen.
- Seit 2020: Verbreitung des Wissens über Zungenbänder in der Schweiz (u.a. beim BSS, Berufsverband Schweizer Stillberaterinnen oder beim SVH, Schweizerischer Hebammenverband).
Hat mein Kind ein verkürztes Zungenband?
Nutzen Sie unseren kurzen Check, um mögliche Anzeichen sicher einzuordnen.
Anatomie & Symptomatik
Ein verkürztes Zungenband kann vielfältige, teilweise unspezifische Auswirkungen auf die Lebensqualität und Entwicklung haben.
Bei Säuglingen
- Auffälliges Schnalzen beim Trinken
- Kontinuierlicher Milchfluss aus dem Mund
- Beissen auf die Brustwarze
- Unzureichende Gewichtszunahme
- Aerophagie (Luftschlucken) mit konsekutiven Koliken/Reflux
- Mutter stillt nur mit Stillhütchen
Bei stillenden Müttern
- Massive Schmerzen beim Stillen
- Wunde oder verformte Brustwarzen (Vasospasmus)
- Rezidivierender Milchstau bis hin zur Mastitis
- Kind hat häufige Mittelohrentzündungen
Bei Kleinkindern / Erwachsenen
- Einschränkungen der allgemeinen Zungenfunktion
- Falsche, tiefe Zungenruheposition (führt zu Mundatmung und gotischem Gaumen)
- Sprachentwicklungsstörungen
Anteriores vs. Posteriores Zungenband
Ein anteriores (vorderes) verkürztes Zungenband ist direkt am Ansatz der Zungenspitze verwachsen und führt bei Protrusion (Herausstrecken) oft zur charakteristischen Herzform der Zunge.
Im Gegensatz dazu ist ein posteriores (hinteres) verkürztes Zungenband nicht direkt an der Spitze, sondern weiter hinten am Zungenkörper fixiert und oft von einer festen Schleimhautschicht überdeckt (submukös). Während das anteriore Band die Beweglichkeit der Spitze einschränkt, blockiert das posteriore Band primär die Elevation (Hebebewegung) des Zungenrückens. Dies ist diagnostisch schwerer zu erkennen, beeinträchtigt jedoch Funktionen wie das korrekte Schluckmuster und die Ruhelage der Zunge am Gaumen oft massiv.
Die Therapie: Supergepulster CO2-Laser
Der Goldstandard in der modernen Frenotomie. Im Gegensatz zur klassischen Scheren-Methode bietet der CO2-Laser entscheidende Vorteile für das Gewebe und den Patienten.
- Höchste Präzision: Gewebeabtrag von exakt 0,1 mm pro Puls. Extrem gezielte Behandlung.
- Extreme Schnelligkeit: Die eigentliche Durchtrennung dauert wenige Sekunden pro Zungenband.
- Minimalinvasiv & Blutungsarm: Der Laser verschweißt feine Nervenendigungen und Blutgefäße simultan. Dies führt zu einem klaren, blutungsarmen Operationsfeld.
- Sterilität: Die Wundfläche ist durch die thermische Einwirkung sofort desinfiziert und versiegelt.
- Schmerzmanagement: Die Versiegelung der Nervenenden garantiert in der Regel eine Schmerzfreiheit für ca. 3 bis 4 Stunden direkt nach dem Eingriff. Ein schmerzfreies Stillen im Anschluss ist ausdrücklich erwünscht.
Die Laserbehandlung selbst wird NICHT von der Krankenkasse übernommen. Lediglich die ärztliche Diagnostik und Erstberatung kann über die Krankenkasse abgerechnet werden.
Der 3-Schritte-Ablauf
Vorbehandlung
Die Eltern erlernen und trainieren spezifische Mundübungen am Kind bereits vor dem eigentlichen Eingriff.
Der Eingriff
Erfolgt in Lokalanästhesie (Betäubungsgel für Säuglinge). Das Baby wird behutsam gepuckt und erhält spezielle Laserschutzpads über die Augen.
Nachsorge & Wundmanagement
Die absolut kritische Phase zur Verhinderung eines erneuten Zusammenwachsens (Reattachment).
Da die Wunde durch die Heilung natürlich quer zusammenwachsen möchte (Reattachment), müssen Eltern über 4 Wochen hinweg alle 4 bis 6 Stunden aktive Dehnübungen und Massagen der Wundfläche durchführen!
Tipp zur Schmerzlinderung: Gefrorene Muttermilch-Plättchen (Muttermilcheis) unter die Zunge legen.
Netzwerk & Externe Stillberatung
Eine erfolgreiche Therapie bedingt oft eine interdisziplinäre Begleitung. Folgende selbständig arbeitende Expertinnen für Stillberatung sind regelmäßig in den Praxisräumlichkeiten anwesend:
Katja Rösen
Stillberaterin IBCLC
Frau Rösen, Stillberaterin IBCLC, ist jeweils am Donnerstag oder Freitag bei uns in der Praxis. Sie berät bei allgemeinen Fragen zum Stillen und beurteilt im Speziellen das Zungenband, Sie klärt über die Möglichkeiten einer Operation auf und begleitet Sie nach der Zungenbandtrennung. Frau Rösen bietet Beratungen per Videokonferenz an. Dies eignet sich insbesondere für Mutter-Kind-Paare, die weiter weg wohnen. Sie arbeitet als selbständige Stillberaterin.
Weitere Informationen finden unter katja-roesen.de.
Bitte vereinbaren Sie direkt mit ihr einen Beratungstermin:
📞 +49 7735
9490151
Jeannine Lutz
Stillberaterin IBCLC
Frau Lutz, Stillberaterin IBCLC, ist jeweils am Dienstagmorgen bei uns in der Praxis. Sie berät bei allgemeinen Fragen zum Stillen und beurteilt im Speziellen das Zungenband. Sie klärt über die Möglichkeiten einer Operation auf und begleitet Sie nach der Zungenbandtrennung. Sie arbeitet als selbständige Stillberaterin.
Weitere Informationen finden unter trageglueck.ch.
Bitte vereinbaren Sie direkt mit ihr einen Beratungstermin:
📞 077 424 81
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Vorteile des Stillens für das Kind
Wissenschaftlich belegt:
- Milder verlaufende virale Magen-Darm-Erkrankungen (insbesondere Rotaviren)
- Weniger Lungenentzündungen und Mittelohrentzündungen
- Im Erwachsenenalter geringeres Auftreten von Übergewicht.
- Hinweise auf geringeres Auftreten von Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), insbesondere wenn die glutenhaltige Kost zwischen dem 5. und 7. Monat eingeführt und daneben weitergestillt wird.
📄 Zusammenfassung der Studien zu den Vorteilen der Muttermilch für Säuglinge (PDF Download)
Klinische Evidenz & Wissenschaftliches Fundament
Die Praxis arbeitet strikt evidenzbasiert nach neuesten Erkenntnissen der Laktationsmedizin und Laserchirurgie:
- Freiburger Studie (Schlatter et al., 2019): Diese Untersuchung des Universitätsspitals Freiburg mit 776 Mutter-Kind-Paaren belegt, dass eine Ankyloglossie ein massiver Risikofaktor für schwere Stillprobleme ist, und dass die chirurgische Durchtrennung diese Probleme statistisch signifikant reduziert.
- Verbesserung der Milchaufnahme (Bobak & Ghaheri, 2017): Eine klinische Kohortenstudie zeigte, dass sich die Muttermilchaufnahme beim Säugling nach dem Laser-Release im Durchschnitt um beachtliche 155 % verbessert (von 3,0 ml/min auf 4,9 ml/min), bei gleichzeitiger massiver Schmerzreduktion für die Mutter.
Klinische Evidenz & Wissenschaftliches Fundament
Die Bedeutung des Stillens ist immens (Milderung viraler Erkrankungen, geringeres Risiko für Spätfolgen wie Adipositas). Entsprechend wichtig ist die Behebung funktioneller Stillhürden.
Schlatter et al. (2019): Belegt wissenschaftlich, dass ein verkürztes Zungenband ein signifikanter Risikofaktor für Stillprobleme ist und Frenotomien nachweislich und reproduzierbar Besserung bringen.
Bobak & Ghaheri (2017): Zeigt eine messbare 155%ige Verbesserung der Muttermilchaufnahme beim Säugling nach einem Laser-Release.
Anmeldung zum Zungenbandschneiden oder -Lasern
Zungenbandtrennung mit der Schere
Dünne Zungenbänder können
v.a. in sehr jungem Alter (1-2 Monate) unkompliziert mit der Schere getrennt werden. Die
Leistung wird von der Krankenkasse übernommen. Viele Kinderärzte schneiden vordere
Zungenbänder mit der Schere.
Sollten Sie in ihrer Wohngegend niemanden finden, der
das Zungenband mit der Schere schneidet, dürfen Sie sich gerne melden.
Zungenbandtrennung mit dem Laser
Bei dicken und breiten
Zungenbändern sowie älteren Säuglingen (bis 9 Monate) empfehlen wir eine Trennung mit dem
Laser. Sie dürfen sich direkt zur Lasertrennung anmelden, wenn Sie von einer in
Zungenbändern erfahrenen Stillberaterin begleitet werden.
Sie sollten vorgängig
Mundübungen durchgeführt haben, so dass Sie nach der Frenotomie geübt mit dem postoperativen
Wundmanagement starten können. Eine Trennung mit dem Laser wird von der Krankenkasse nicht
übernommen.
Beratung und Beurteilung eines Zungenbandes
Sollten Sie keine in
Zungenbändern spezialisierte Fachperson in Ihrer Wohnnähe finden, möchten wir Ihnen unsere
Stillberaterinnen zur Vorbereitung und Nachsorge empfehlen. Sie dürfen auch einen Termin bei
Dr. Dübendorfer vereinbaren zur allgemeinen Beratung.
Bitte melden Sie sich hierzu in
der Praxis telefonisch an oder buchen Sie online. Die Beratung wird von der Krankenkasse
übernommen.